Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

  • Startseite

Ende Navigator

28.07.2010

Fernreisen mit ausreichendem Impfschutz antreten

Reiseveranstalter erwarten 2010 eine Rekordzahl von rund fünf Millionen Übersee-Reisenden aus Deutschland. Viele Urlauber sind sich der möglichen Gesundheitsrisiken an ihrem Reiseziel jedoch nicht bewusst und starten ohne ausreichenden Impfschutz. Experten für Reisemedizin warnen vor möglichen ernsthaften Folgen.

Ungewohnte klimatische Bedingungen, fremdartige Speisen, mangelnde Trinkwasserhygiene und andere Risikofaktoren können die Gesundheit von Reisenden gefährden. Die häufigsten Reiseerkrankungen sind Infektionen, die über verunreinigte Nahrungsmittel aufgenommen werden, allen voran der Reisedurchfall, von dem etwa jeder Dritte betroffen ist. Bis zu 80 Prozent aller Durchfallepisoden werden von sogenannten Enterotoxin-bildenden Escherichia coli-Bakterienstämmen (ETEC) ausgelöst. Die von ihnen gebildete Substanz (Toxin) verursacht die typischen Beschwerden. Auch bei Einhaltung elementarer Hygiene-Regeln wie „Koch es, schäl es oder verzichte darauf" ist die Vermeidung dieser Infektion auf Reisen schwierig.

Wie Prof. Dr. Thomas Weinke, Leiter der Abteilung Gastroenterologie und Infektiologie am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, auf einer Pressekonferenz von Novartis Vaccine erklärte, können Cholera-Schluckimpfstoffe über eine sogenannte Kreuzreaktion auch gegen das E.-coli-Toxin schützen. Erkrankungsgeschehen und Zusammensetzung der Toxine, die von ETEC und den Erregern der Cholera gebildet würden, seien ähnlich. „Die Impfung ist sehr patientenfreundlich, denn sie wird oral eingenommen und ist gut verträglich. Jeder Reisende kann sie bei richtiger Aufbewahrung zu Hause einnehmen", so Weinke.

Eine weitere Infektion, die sich Fernreisende infolge verunreinigter Nahrung zuziehen können, ist Typhus. „Die Impfung ist insbesondere für Reisende sinnvoll, die unter einfachen hygienischen Verhältnissen unterwegs sind", so die Empfehlung von Weinke, „doch belegen Fallberichte, dass auch im Fünf-Sterne-Hotel Typhus-Infektionen erworben werden können". Zur aktiven Immunisierung steht beispielswiese eine gut verträgliche Schluckimpfung zu Verfügung, die zu Hause eingenommen werden kann.

Nach Angaben von Prof. Dr. Gerd Burchard, Leiter der Sektion Tropenmedizin am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, wird auf Fernreisen häufig auch die Tollwut-Gefahr unterschätzt. Weltweit sterben 40.000 bis 70.000 Menschen nach Tierbissen an der immer tödlich verlaufenden Infektion, die meisten in den Hauptverbreitungsgebieten China, Indien, Südostasien und Afrika. Auch Urlauber sind laut Burchard gefährdet: „Das Risiko eines Tierbisses während eines Aufenthalts im Ausland ist höher als oft angenommen." Er empfiehlt Reisenden in Tollwut-Verbreitungsgebiete, die Tierbisse erleiden könnten, vor allem bei Langzeitaufenthalten, Trekkingtouren und Höhlenbesuchen, eine vorbeugende Impfung.

Weitere Infos unter: www.reiseerkrankungen.de

Quelle: Nach Informationen einer Pressemitteilung von Novartis, Juni 2010


zurück

Ende Inhaltsbereich



© 2010 Novartis Vaccines
Zum Seitenanfang | zur Druckversion | Artikel versenden |
Impressum | Nutzungshinweise | Datenschutz
http://www.reiseerkrankungen.de/reisen/index.html?lang=de