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Die USA könnte nach den neuen Ergebnissen, die in der Fachzeitschrift PLoS Pathogens publiziert wurden, eine Brutstätte für einige Grippevirus-Stämme sein, die sich von hier in wärme Regionen ausbreiten. Denn wie die Autoren der US-Studie nachwiesen, sterben nicht alle Grippeviren in Nordamerika am Ende der Saison ab. Einige würden nach Südamerika wandern, andere sogar noch weiter, so die Forscher. Nach ihren Angaben könnte das auch bei der Schweinegrippe der Fall gewesen sein, da der erste Fall in den USA diagnostiziert worden war.
„Obwohl China und Südostasien den größten Anteil an der Verbreitung von Influenza A haben, leisten auch Regionen mit gemäßigtem Klima - speziell die USA - einen wichtigen Beitrag", erläutern die Studienautoren. Sie hatten in den Jahren 1998 bis 2009 weltweit von Patienten mit Grippe den genetischen Code der jeweilige Grippeviren und hierauf basierend deren Verwandtschaftsgrad analysiert. „Wir konnten beispielsweise zeigen, dass Südamerika nahezu alle Grippeviren aus Nordamerika erhält", so die Arbeitsgruppe.
Nach ihrer Ansicht haben die Ergebnisse künftig womöglich einen Einfluss auf Entscheidungen im Gesundheitswesen. So könnte es sinnvoll sein, dass der Impfstoff für die saisonale Impfung in Südamerika bevorzugt vor Virusstämmen schützt, die in der vorangegangenen Saison in Nordamerika zirkulierten. Auch bei der weltweiten Überwachung der Grippeviren sollte nach Vorstellung der Forscher in Zukunft berücksichtigt werden, dass diese auch aus gemäßigten Regionen wie den USA stammen können.
Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift „PLoS Pathogens", Mai 2010
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