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Die Übertragung von Reisedurchfällen erfolgt mit der Aufnahme von verunreinigten Nahrungsmitteln oder Getränken aber auch durch mangelnde Hygiene, z.B. beim Toilettengang. Meist werden die Durchfälle durch Koli-Bakterien ausgelöst, die vom Körper durch den verflüssigten Stuhl so schnell wie möglich wieder ausgeschieden werden.
Weitere Auslöser für eine Überreaktion der Darmtätigkeit sind zum Beispiel Stress durch die Reisevorbereitungen, Klimawechsel oder Zeitumstellung. Bei manchen Menschen reagiert der Darm auch empfindlich auf ungewohnte Speisen und Gewürze.
Achtung:
Durchfälle, die mit blutigem/schleimigem Stuhl und Fieber einhergehen, können Symptome einer schwerwiegenden Erkrankung wie z.B. Typhus, Cholera oder Malaria sein. Lassen Sie sich in diesem Fall unbedingt ärztlich untersuchen.
Reisedurchfälle beruhigen sich meist nach drei bis fünf Tagen von selbst. Achten Sie während der Erkrankungsphase auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Die Farbe des Urins sollte immer hellgelb bleiben. Verlorene Elektrolyte können durch die Einnahme von salz- und glucosehaltigen Lösungen ausgeglichen werden. Wenn keine Fertigpräparate zur Verfügung stehen, eignen sich auch Cola und Salzstangen. Eine fettarme und kohlehydratreiche Schonkost unterstützt den Genesungsprozess.
Durchfallmittel mit dem Wirkstoff Loperamid beruhigen die Darmtätigkeit und stoppen dadurch den Durchfall. Sie nehmen dem Körper jedoch auch die Chance, die Krankheitserreger aus dem Darm auszuscheiden. Sie sind bei Erwachsenen nur für einen kurzfristigen Einsatz sinnvoll und für Kinder nicht empfehlenswert.
Wenn der Durchfall länger als fünf Tage unverändert wässrig anhält, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Wer sich vor Reisedurchfällen schützen möchte, muss wichtige Grundregeln der Hygiene einhalten. Dies gilt sowohl für den Nahrungsmittelbereich (kochen, schälen oder vergessen) als auch für die hygienischen Verhältnisse im Reiseland insgesamt. Wird die Wasserqualität des Pools geprüft? Mündet das örtliche Abwasserrohr an Ihrem Strandabschnitt? Wie sauber arbeitet das Personal in der Küche? Wenn Sie Bedenken haben, wechseln Sie das Hotel, das Restaurant, den Strandabschnitt.
Kinder, Senioren, Schwangere und chronisch Kranke sind bei Durchfallerkrankungen besonders gefährdet. Kinder leiden schnell unter dem Flüssigkeitsverlust, es besteht die Gefahr der Austrocknung. Dies gilt auch bei älteren Menschen, die ohnehin häufig nur ein reduziertes Durstempfinden besitzen. Bei Schwangeren kann sich der Verlust von Flüssigkeit und Mineralien dramatisch entwickeln. Sie sollten bei Durchfallerkrankungen in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Bei chronisch Kranken ist das Immunsystem meist weniger belastbar als bei Gesunden. Sie sind daher besonders anfällig zu erkranken.
In Nord- und Zentraleuropa, Nordamerika, Australien und Neuseeland ist das Risiko eher gering. Im europäischen Mittelmeerraum, Israel, Japan, Südafrika und auf Pazifik-Inseln besteht ein mittleres Risiko. Von einem hohen Risiko muss man in Mittel- und Südamerika, Afrika und Südostasien ausgehen.
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