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Dengue-Fieber

Dengue-Fieber gilt als die weltweit häufigste durch Mücken übertragene Virusinfektion und breitet sich vor allem in tropischen und subtropischen Regionen sehr stark aus. Die Zahl der jährlichen Infektionen ist rund um die Welt in den letzten Jahrzehnten dramatisch angestiegen. Die WHO schätzt jährlich über 50 Millionen Infektionen weltweit. Auch bei deutschen Reiserückkehrern gehört Dengue zu den am häufigsten importierten Virusinfektionen.

Kinder im Urlaub beim Octopus fangen.
Im Urlaub in Dengue-Verbreitungsgebieten sollte auch tagsüber auf den Mückenschutz achten und lieber lange Kleidung tragen.

Krankheitsverlauf

Nach einer Inkubationszeit von etwa 3 bis 14 Tagen beginnt das Dengue-Fieber abrupt mit einem schweren Krankheitsgefühl begleitet von grippeähnlichen Symptomen wie starkem Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schwindel und meist ausgeprägten Muskel,- Glieder- und Gelenkschmerzen. Der Krankheitsbeginn kann von einem feinfleckigen Hautausschlag und Juckreiz an Handflächen und Fußsohlen begleitet sein. In der Regel klingt die Erkrankung über eine mehrere Wochen andauernde Erholungsphase, in der auch deutliche Stimmungsschwankungen auftreten können, ab. Nur in Ausnahmefällen verläuft die klassische Form des Dengue-Fiebers tödlich.

Das Dengue-Virus kann aber auch schwere und komplikationsreiche Krankheitsformen im Sinne eines sogenannten hämorrhagischen Dengue-Fiebers (DHF) oder eines Dengue-Schock-Sydroms (DSS) verursachen. Dabei kommt es zu einem zweiten Fiebergipfel und der Allgemeinzustand ist deutlich verschlechtert. Es kann zu Blutungen in der Haut, den Schleimhäuten und inneren Organen kommen sowie zu Blutdruckabfall und Schock. Oft entwickeln sich diese Krankheitsformen bei Kindern und Jugendlichen in den Infektionsgebieten nach einer Zweitinfektion mit einem anderen Dengue-Virus Subtyp. Zwischen 6% und 30% der schweren Verlaufformen enden tödlich.

Die Behandlung des Dengue-Fiebers richtet sich ausschließlich gegen die Symptome der Erkrankung, nicht gegen die Erreger selbst. Akut erkrankte Patienten benötigen eine intensive Pflege.

Eine überstandene Dengue-Erkrankung schützt nur vor einer erneuten Infektion durch eben den Serobtyb des Virus, der die Erkrankung ausgelöst hat. Vor einer erneuten Infektionen durch einen anderen Serotyp des Dengue-Virus ist man allerdings nicht geschützt.

Impfung / Mückenschutz

Eine Impfung gegen Dengue-Viren steht gegenwärtig nicht zur Verfügung und anders als bei Malaria gibt es aber nicht die Möglichkeit einer Chemoprophylaxe mit Tabletten. Daher kommt der Vermeidung von Mückenstichen eine besondere Bedeutung zu. Die Mücken der Aedes-Gattung stechen, im Gegensatz zu der Malariamücke, überwiegend tagsüber und am frühen Abend. Da sich die Risikogebiete für Malaria und Dengue z.T. überschneiden, sollte man ganztägig auf seinen Mückenschutz achten. Hierzu zählt u.a. das Tragen von langer, heller Kleidung und das Einreiben unbedeckter Hautstellen mit Insektenabwehrmittel. Im Wohnumfeld gilt es auch kleinste Wasserreservoirs zu beseitigen oder abzudecken, da sie als Mückenbrutplatz dienen könnten.

Verbreitung

Die Erkrankung ist in ca. 100 tropischen und subtropischen Ländern der Welt verbreitet. Damit sind ca. 2,5 Milliarden Menschen potentiell von Dengue-Infektionen bedroht. Hinzu kommen noch Millionen von Fernreisenden. In den letzten 40 Jahren stieg die Zahl der Erkrankungsfälle und die geographische Verbreitung des Virus stetig an - in jüngster Zeit geradezu dramatisch. 1998 waren der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1,2 Millionen Fälle gemeldet worden, darunter 15.000 Todesfälle. Gegenwärtig rechnet man weltweit mit 50 bis 100 Millionen Erkrankungen pro Jahr, davon 250.000 bis 500.000 komplizierte Verläufe mit etwa 24.000 Todesfällen.

Risikogebiete für Dengue-Infektionen

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Dengue-Virus

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Dengue-Virus Partikeln (eingefärbt)
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Dengue-Virus Partikeln (eingefärbt)
© Work of US government agency (public domain)

In Deutschland gemeldete Dengue-Infektionen nach einer Reise

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts infizierten sich in dem Zeitraum von 2001 bis 2006 von den 845 in Deutschland gemeldeten Erkrankten am häufigsten auf oder nach einer Reise nach:

Thailand (28 %),
Indien (10 %),
Brasilien (9 %)

Der "Beitrag“ einzelner Länder zur deutschen Dengue-Statistik lässt sich allerdings nicht direkt in ein landesspezifisches Risiko umrechnen, da die jährliche Anzahl von Reisenden in Dengue-Risikogebiete deutlich variiert. Auch weisen die Experten darauf hin, dass das Dengue-Risiko für deutsche Reisende stark von zeitlich und räumlich begrenzten Epidemien in den Reiseländern abhängt. Das gelte insbesondere, wenn Touristengebiete (z. B. Küsten, Hauptstädte) betroffen sind.

Informationen zu Ihrem Reiseziel

Hier finden Sie aktuelle Meldungen - u.a. auch zu Dengue:
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