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Die Übertragung der einzelligen Blutparasiten erfolgt in tropischen und subtropischen Gebieten durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke. Diese nachtaktiven Tiere suchen ihre Opfer bevorzugt ab Einbruch der Dämmerung. Feuchtigkeit zieht die Mücken an. Dabei unterscheiden sie nicht, ob sich das Opfer in der Nähe einer Pfütze oder eines Pools aufhält.
Zur Vermeidung von Malaria ist für Reisende daher ein guter Mückenschutz sowie eine medikamentöse Prophylaxe empfohlen.
Innerhalb weniger Minuten nisten sich die Malaria-Erreger in der Leber ein, die sie nach Tagen oder Wochen verlassen, um die roten Blutkörperchen zu befallen. Dort vermehren sie sich so lange, bis die Blutkörperchen platzen. Dadurch kommt es zu den für Malaria typischen Fieberschüben mit Schüttelfrost.
Generell sind drei Arten der Malaria zu unterscheiden:
Bei der Malaria tertiana (hervorgerufen durch Plasmodium vivax und Plasmodium ovale), die nach einer Inkubationszeit von ca. 12 bis 18 Tagen zur Erkrankung führt, beginnt die Krankheit mit Fieber und grippeartigen Beschwerden und führt nach kurzer Erholung zum typischen Wechselfieber. Etwa alle 48 Stunden kommt es zu Fieberanfällen. Die Fieberanfälle beginnen mit Schüttelfrost und es werden Fieberwerte um 40°C erreicht. Die Anfälle dauern etwa 3 bis 4 Stunden an. Unter starken Schweißausbrüchen sinkt die Temperatur wieder auf normale Werte. Darauf folgt ein Tag Fieberfreiheit. Die Anfälle können sich bis zu 20 Mal in 48-stündigem Rhythmus wiederholen. Sie verlaufen immer schwächer. Auch nach acht bis zehn Monaten ist eine Wiederkehr der Anfälle möglich. Die Malaria tertiana verläuft nur selten tödlich, aber auch nach Jahren kann es aufgrund von ruhenden Erregern (z.B. in der Leber) zu Rückfällen kommen.Die Malaria quartana (hervorgerufen durch Plasmodium malariae) hat eine Inkubationszeit von etwa drei bis sechs Wochen. Sie führt an jedem dritten Tag zu Fieberschüben. Eine Wiederkehr der Fieber-Anfällen ist hier noch Jahre und Jahrzehnte später möglich.
Bei der Malaria tropica (hervorgerufen durch Plasmodium falciparum) handelt es sich um die gefährlichste Form der Malaria, die bei fehlender oder zu spät einsetzender Therapie häufig tödlich verläuft. Die Inkubationszeit beträgt ca. 7 bis 15 Tage. Die Erkrankung ist durch verschiedene Verlaufsformen geprägt und zeigt mitunter ein uncharakteristisches Bild ohne Schüttelfrost. Die Fieberschübe sind ohne erkennbaren Rhythmus. Die Erkrankung erlischt spätestens ein Jahr nach der Infektion. Eine spätere Wiederkehr kommt nicht vor. Trotzdem ist die Malaria tropica Auslöser für 95% der Malaria-Todesfälle, da hier die schwersten Verlaufsformen zu beobachten sind.
Generell gilt: Malaria muss nicht sofort ausbrechen, es kann Jahre dauern, bis der erste Fieberanfall auftritt. Neben den Fieberanfällen leiden die Patienten an Gliederschmerzen, schweren Magen-Darm-Störungen, Nierenschäden und Entzündungen des Herzmuskels.
Malaria ist heilbar, wenn die Diagnose rechtzeitig gestellt wird. Todesfälle sind in Deutschland meist dadurch bedingt, dass an die Möglichkeit einer Malaria nicht gedacht worden war. Suchen Sie deswegen umgehend einen Arzt auf, wenn Sie Fieber während oder nach einer Reise in ein Malariagebiet bekommen haben und informieren Sie ihn über diese Reise.
Ein Impfstoff gegen Malaria konnte bis heute noch nicht entwickelt werden. Zum Schutz vor der Erkrankung stehen Medikamente zur Verfügung, die vor, während und nach dem Aufenthalt im Malaria-Gebiet eingenommen werden müssen. Problematisch ist, dass die Erreger in einigen Malaria-Gebieten bereits resistent gegen die Wirkstoffe der Chemoprophylaxe geworden sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Malariagebiete nach Risiko und Resistenzlage in verschiedene Zonen eingeteilt. Eine individuelle Beratung durch einen erfahrenen Arzt oder ein Tropeninstitut ist daher besonders wichtig.
Weitere Informationen zur Malaria-Prophylaxe finden Sie auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin.
Zur Vorbeugung gegen Moskitostiche empfehlen sich folgende Maßnahmen:
Malaria kommt in allen tropischen und subtropischen Gebieten der Erde vor: in Nord-, West-, Ost- und Südafrika, in Mittel- und Südamerika, in Vorderasien, Indien und Südostasien. Jedes Jahr werden bis zu 1.000 Malaria-Fälle nach Deutschland eingeschleppt. Anopheles-Mücken machen keinen Unterschied zwischen Trekking-Tourist, Dienstreisendem oder 5-Sterne-Urlauber. Daher ist ein Schutz für alle Reisenden in Risiko-Gebiete erforderlich.
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