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Das Virus ist beinahe weltweit verbreitet. Der Großteil der Todesfälle ereignet sich jedoch im asiatischen Raum. Hauptüberträger sind dort streunende Hunde. Die ausgebrochene Krankheit kann nicht medikamentös behandelt und therapiert werden. Sie verläuft in allen Fällen tödlich. Daher ist es besonders wichtig, sich rechtzeitig vor einer Reise über die dortige Tollwutsituation zu informieren.
Alle warmblütigen Wirbeltiere, vor allem Säugetiere, sind für die Krankheit empfänglich. In Europa sind es vor allem Wildtiere wie Füchse und neuerdings auch die Fledermäuse, die für Tollwutübertragungen auf den Menschen verantwortlich sind. Aber auch Weidetiere (Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde) und Haustiere (Hunde und Katzen) können infiziert sein und sind für die Tollwutübtragung aufgrund ihrer Nähe zum Menschen von Bedeutung. In Nordamerika stellen Stinktiere, Waschbären, Fledermäuse und Füchse die Hauptreservoire dar.
Weltweit ist der Hund der Hauptüberträger der Tollwut und z.B. in China, Indien und Südostasien fast immer Verursacher der menschlichen Erkrankung.
Da das Virus massenhaft im Speichel eines infizierten Tieres vorkommt, erfolgt eine Übertragung meist durch eine Bissverletzung oder nach Kontakt der Schleimhäute oder verletzter Haustellen mit dem Speichel des Tieres. Äußerst selten ist die Ansteckung über Gegenstände, die mit dem Speichel des Tieres in Kontakt kamen, dabei muss die Zeitspanne der beiden Kontakte allerdings sehr kurz sein.
Hier finden Sie Verhaltens-Tipps im Falle eines Kontaktes.
Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen in der Regel 10 Tage bis zu 3 Monate. Die Inkubationszeit kann jedoch deutlich kürzer aber auch wesentlich länger (bis zu einigen Jahren sein). Das Virus befällt das zentrale Nervensystem, wo es sich vermehrt und schließlich im ganzen Körper ausbreitet.
Die ersten Anzeichen der Krankheit sind Brennen und Rötungen an der Bissstelle, auch Missempfindungen im Wundbereich, gefolgt von unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Unwohlsein. Im weiteren Verlauf tritt bei den Erkrankten eine zunehmende Reizbarkeit und Empfindlichkeit (Phobien) gegen Licht, Wasser und Geräusche auf, sowie eine steigende Aggression und Verwirrtheit, begleitet von Muskelzuckungen.
Später folgt der Befall von Schluck- und Atemmuskulatur mit Krämpfen. Der Tod tritt danach durch Herz- und Atemlähmung ein.
Wenn die Erkrankung wegen fehlender Impfung und Immunglobulingabe tatsächlich ausbricht, verläuft sie immer tödlich - nach Schätzungen der WHO jährlich bei ca. 55.000 Menschen weltweit.
Nach dem Biss eines tollwutverdächtigen Tieres muss bei ungeimpften Personen sofort der Impfstoff (5 Injektionen) zeitgleich mit dem Tollwut-Immunglobulin gegeben werden. Nur so kann die tödliche Erkrankung verhindert werden.
Eine vorbeugende Schutzimpfung, die aus 3 Injektionen besteht - an den Tagen 0, 7 und 21 (oder 28) -, empfiehlt sich hierzulande für besonders gefährdete Personenkreise wie Tierärzte, Tierpfleger, Naturschützer, Förster und Jäger.
Besonders Reisende in Endemiegebiete, v.a. nach Indien, China, Südostasien und Lateinamerika, sollten sich unbedingt bereits vor der Abreise impfen lassen, da die im Reiseland zur Verfügung stehenden Impfstoffe, die im akuten Fall gegeben werden müssen, meist nur zu einer schlechten Immunantwort führen und von hohen Nebenwirkungen begleitet sind.
Mehr zur Impfung und den einzuhaltenden Abständen lesen Sie unter:
Tollwut-Impfung für Reisende
Tollwut ist weltweit ein zunehmendes Risiko und wird oft einfach verdrängt. Jährlich sterben etwa 55.000 Menschen an Tollwut. Die meisten Todesfälle sind in Asien und Afrika zu verzeichnen, hier zählt die Tollwut zu den 6 bedeutendsten Infektionskrankheiten. In Asien, Afrika, Lateinamerika und einigen Ländern Osteuropas (hier oft auch die Stadt-Tollwut) ist die Haustiertollwut vorherrschend. Der Hauptüberträger ist der Hund. In Deutschland und anderen Industrieländern tritt überwiegend die Wildtiertollwut auf. Hauptüberträger sind in Europa Füchse und Fledermäuse, in Nordamerika dagegen, Waschbären, Kojoten, Füchse, Skunks und Fledermäuse.
In Deutschland und Europa ist die Tollwut bei Tieren durch konsequente Impfprogramme stetig zurückgegangen. Entsprechend hat sich auch die Zahl der menschlichen Tollwutfälle in den vergangenen Jahrzehnten stark reduziert.Ende Inhaltsbereich