Beginn Inhaltsbereich
Beginn Navigator
Ende Navigator
Die FSME ist in Europa (somit auch in Deutschland) auf dem Vormarsch. Die FSME-Risikogebiete - Gebiete in denen Infektionen vermehrt auftreten - weiten sich kontinuierlich aus.
FSME-Viren werden mit dem Speichel einer stechenden Zecke, die selbst infiziert ist, übertragen. Für ihre Mahlzeit sucht sich die Zecke eine warme und gut durchblutete Hautstelle - zum Beispiel die Kniekehle, den Haaransatz oder die Leistengegend. Dann sticht die Zecke zu. Das Verhängnisvolle daran ist: Die FSME-Viren werden gleich zu Beginn der Blutmahlzeit in die Wunde abgegeben und weil der Zeckenspeichel betäubend wirkt, spüren wir das Zustechen nicht. Die Zecke kann so bis zu 10 Tagen unbemerkt Blut saugen.
Anders als der Name "Frühsommer-Meningoencephalitis" es vielleicht vermuten lässt, kann man sich nicht nur im Frühsommer mit dem Virus infizieren, denn Zecken sind ab einer Temperatur von etwa 10 Grad Celsius aktiv.
Wo wir Erholung suchen, lauert auch die Zecke. Zecken halten sich vor allem in Sträuchern auf, in dicht stehenden Gräsern und im Unterholz bis 1,5 m über dem Erdboden. Deshalb ist die Gefahr, gestochen zu werden, besonders groß in Laub- und Mischwäldern, an Weg- und Bachrändern, auf Wiesen sowie in Gärten und Parkanlagen. Am meisten gefährdet sind vor allem Kinder. Über neunzig Prozent aller FSME-Infektionen erfolgen in der Freizeit. Vom Frühling bis in den späten Herbst hinein ist die Zecke aktiv. Und Zecken können noch weitere Krankheiten übertragen wie etwa die Borreliose.
Nach einer Inkubationszeit (Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome) von 5 bis 14 Tagen kann es beim Infizierten zur ersten Phase der Krankheit kommen mit grippeähnlichen, unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber und Schnupfen. Diese ähneln einer Sommergrippe und dauern etwa eine Woche an.
Bei ungefähr jedem dritten Patienten kommt es nach einer beschwerdefreien Phase jedoch nach etwa einer Woche erneut zu einem Krankheitsschub mit Fieber und starken Kopfschmerzen. Der Erreger kann Infektionen der Hirnhaut (Meningitis), des Gehirns (Encephalitis) und des Rückenmarks verursachen. Von den betroffenen Patienten erleidet ca. jeder Zehnte dauerhafte Schäden wie Lähmungen, Koordinationsstörungen und ernsthafte psychische Veränderungen. Etwa 1 % der Erkrankten verstirbt. Je älter der Patient, desto schwerer verläuft in der Regel die Krankheit.
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung allen, die in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen und Zecken ausgesetzt sind. Gegen FSME gibt es Impfstoffe, die sehr gut verträglich und hoch wirksam sind. Bitte beachten Sie, dass eine Grundimmunisierung erst nach 3 Impfungen abgeschlossen ist und dass die Impfung in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden muss.
Mehr zur Impfung und den einzuhaltenden Abständen lesen Sie unter:
FSME-Impfung für Reisende
Das FSME-Virus ist in Deutschland in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen verbreitet. Diese Gebiete werden auch als Endemiegebiete bezeichnet. Die Gebiete werden offiziell vom Robert-Koch Institut (RKI) je nach Häufigkeit der Erkrankungsfälle über einen bestimmten Zeitraum als Risikogebiete ausgewiesen. Aber auch in anderen Gegenden Deutschlands treten immer wieder vereinzelnd Infektionen auf.
Hier können Sie sich die Verbreitung des
FSME-Virus in Deutschland anschauen.
Klicken Sie mit Ihrer Maus auf das Bild,
um die Karte zu vergrößern.
Hier können Sie sich die Verbreitung des FSME-Virus in Europa anschauen. Klicken Sie einfach auf das kleine Bild, um die Vergrößerung zu sehen.
FSME-Infektionsrisiko weltweit
Ende Inhaltsbereich