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Grippe-Impfung

Als eine der letzten Seuchen tritt die Virusgrippe weltweit auf, d.h. kein Land, egal wie fortschrittlich es sein mag, ist vor dem Ausbruch einer Grippe sicher. Jedes Jahr erkranken Millionen Menschen daran. Die Influenza ist keine banale Erkältung, sie kann schwere Komplikationen mit sich bringen oder gar tödlich enden.

Wie kann man sich anstecken? 

Das Influenza-Virus wird beim Husten, Niesen oder mit der Atemluft übertragen aber auch durch kontaminierte Gegenstände, man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Tröpfcheninfektion.

Durch diese einfache Übertragung kann jeder - auch völlig gesunde Menschen - eine Grippe bekommen. Die Infektionsgefahr ist dort am größten, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, z.B. an Arbeitstätten, in Schulen oder Kaufhäusern. 

Für Pendler und Reisende besteht das Infektionsrisiko auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, Bahnhöfen, Flughäfen oder auch auf Kreuzfahrtschiffen sowie Busreisen.

Wer wird geimpft?

Geimpft werden können generell alle Personen ab 6 Monaten. Für Menschen ab 65 Jahren steht ein spezieller Grippeimpfstoff zur Verfügung, der auch bei einem geschwächten Immunsystem eine gute Schutzwirkung erzielt. Er enthält eine wirkverstärkende Substanz (Adjuvans), die den Schutz gegen Grippe-Viren verbessert.

Die Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfehlen die jährliche Grippeimpfung für folgende Personengruppen, die besonders durch eine Infektion gefährdet sind:
  • Alle Personen über 60 Jahre
     
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens - wie z. B.
    • chronische Krankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma und COPD [Chronisch obstruktive Lungenerkrankung]),
    • chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten,
    • Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten,
    • Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben,
    • Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion
    • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
       
  • Alle Personen mit erhöhter Gefährdung, z.B.:
    • medizinisches Personal
    • Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
    • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können
       
  • Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln
    • Eine Impfung mit dem aktuellen saisonalen humanen Influenza-Impfstoff bietet keinen direkten Schutz vor Infektionen durch den Erreger der aviären Influenza, sie kann jedoch Doppelinfektionen mit den aktuell zirkulierenden Influenzaviren verhindern
       
  • Für Reisende aus den oben genannten Personengruppen, die nicht über einen aktuellen Impfschutz verfügen, ist die Impfung generell empfehlenswert, für andere Reisende ist eine Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend Exposition und Impfstoffverfügbarkeit sinnvoll.

 

Wie und wann wird geimpft?

Gegen Influenza muss man sich jährlich mit dem aktuellen Impfstoff, d.h. mit der für die entsprechenden Breiten empfohlenen Zusammensetzung, vor der Grippesaison mit einer Dosis impfen lassen. Kinder, die zuvor noch nie geimpft wurden, sollte nach einem Abstand von mindestens 4 Wochen eine zweite Dosis erhalten.

Für den Zeitpunkt der Grippesaison und die Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe ist die geographische Unterscheidung zwischen Nord- und Südhalbkugel der Erde entscheidend.

Auf der Nordhalbkugel liegt die Grippesaison vor allem im Zeitraum von Dezember bis März/April, auf der südlichen Erdhalbkugel sind es hingegen die Monate Mai bis September. So besteht die Gefahr, sich auf Reisen südlich des Äquators mit dem Grippevirus zu infizieren, wenn man in unseren Breiten gar nicht mehr an die Influenza denkt.

Zudem ist zu beachten, dass es für die Nord- und Südhalbkugel für die jeweilige Grippesaison unterschiedlich zusammengesetzte Grippeimpfstoffe geben kann. Das heißt, dass man nicht unbedingt davon ausgehen kann, dass, wenn man sich in unseren Breiten gegen die Grippe hat impfen lassen, auch bei einer Reise auf die Südhalbkugel geschützt ist. Fragen Sie deshalb Ihren Arzt nach den derzeit aktuell empfohlenen Grippeimpfstoff für die Südhalbkugel, wenn Sie zwischen Mai und September eine Reise in diese Breiten planen und sich gegen eine Grippe schützen möchten.

Verbreitung

Als eine der letzten Seuchen tritt die Virusgrippe weltweit auf, d.h. kein Land, egal wie fortschrittlich es sein mag, ist vor dem Ausbruch einer Grippe sicher. Aufgrund der sehr einfachen Übertragung der Viren  und der schnellen, weltweiten Flugverbindungen kann sich die Influenza heute rasend schnell über den Erdball verbreiten.  In gewissen Abständen kommt es zu kleineren oder größeren Grippewellen.

Die Grippepandemien des 20. Jahrhunderts
Die Grippepandemien des 20. Jahrhunderts Übersichtskarte der Grippepandemien des 20. Jahrhunderts
Die Grippepandemien des 20. Jahrhunderts und ihre verheerenden Auswirkungen. Klicken Sie auf das Bild links, um es zu vergrößern.

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