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Diphtherie-Impfung

Einzig wirksamer Schutz gegen Diphtherie ist die Impfung. Sie zählt in Deutschland zu den Standardimpfungen. Sie ist allgemein empfohlen und sollte konsequent aufgefrischt werden.

Die Entwicklung eines Diphtherie-Impfstoffs bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist vor allem Emil von Behring zu verdanken. Für seine bahnbrechende Arbeit wurde er 1901 mit dem ersten Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Durch die konsequente Anwendung der Impfung galt die Diphtherie in Europa eigentlich seit Jahrzehnten als besiegt. Doch gerade in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion kam es im letzten Jahrzehnt zu einem massiven Wiederaufflammen dieser bakteriellen Infektion gekommen. Zu dem sind auf dem Indischen Subkontinent seit Jahrzehnten hohe Infektionszahlen zu verzeichnen.

Wer sollte geimpft werden? 

Diphtherie ist eine akute Infektion der Atemwege, die durch das Gift (Toxin) der Diphtherie-Bakterien verursacht wird. Die Erkrankung kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen und erheblichen Spätfolgen führen. Deswegen ist die die Diphtherie-Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut allgemein empfohlen und sollte konsequent aufgefrischt werden. Sie ist als Standardimpfung des Impfkalenders von hohem Wert für den Gesundheitsschutz des Einzelnen und der Allgemeinheit. Alle 10 Jahre muss die Impfung aufgefrischt werden, jeder sollte also kontinuierlich seinen Impfschutz überprüfen lassen.

Risikogruppen

Für Angehörige folgender Gruppen ist das Aufrechterhalten des Impfschutzes besonders empfohlen:

  • Reisende in Regionen mit Diphtherie-Risiko (Siehe Karte unten. Eine Reise in ein Infektionsgebiet sollte frühestens nach der 2. Impfung angetreten werden.) 
  • Medizinisches Personal, das ersten Kontakt mit Erkrankten haben kann
  • Personal in Laboratorien mit Diphtherie-Risiko
  • Aussiedler, Asylbewerber und Flüchtlinge aus Gebieten mit Diphtherie-Risiko (vor allem: ehemalige Sowjetunion), die in Gemeinschaftsunterkünften leben sowie das Personal dieser Einrichtungen
  • Bedienstete des Bundesgrenzschutzes und der Zoll-Verwaltung
     

Wie und wann wird geimpft?

Die Grundimmunisierung wird routinemäßig bei Säuglingen ab dem vollendeten 2. Lebensmonat durchgeführt. Zur Grundimmunisierung kann die Diphtherie-Impfung z.B. mit einem Sechsfach-Kombinationsimpfstoff gleichzeitig gegen Tetanus, Poliomyelitis, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Hepatitis B durchgeführt werden. Es werden dann 3 Impfstoff-Dosen im Abstand von jeweils mindestens 4 Wochen verabreicht. Eine 4. Impfung erfolgt in einem Abstand von mindestens 6 Monaten zur 3. Impfung, also zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat.

Aber auch Erwachsene können eine versäumte Grundimmunisierung nachholen. Ungeimpfte oder Personen mit fehlendem Impfnachweis sollten 2 Impfungen im Abstand von 4 bis 8 Wochen und eine 3. Impfung 6 bis 12 Monate nach der 2. Impfung erhalten. Auffrischimpfungen erfolgen dann alle 10 Jahre. Für Kinder ab 5 bis 6 Jahren (je nach Angaben des Herstellers), Jugendliche und Erwachsene wird in der Regel ein Kombinationsimpfstoff z.B. mit Tetanus (Td) oder Tetanus/Polio (Td-IPV) verwendet. Auch Personen mit durchgemachter Diphtherie müssen komplett geimpft werden, da eine überstandene Erkrankung - wenn überhaupt - nur eine sehr geringe Immunität erzeugt. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.

Verbreitung

Diphtherie-Bakterien sind weltweit verbreitet. Ein besonderes Erkrankungsrisiko besteht in Ländern der Russischen Föderation, Brasilien, Indonesien, Afghanistan, auf dem Indischen Subkontinent, den Philippinen und in einigen afrikanischen Ländern.

Diphtherie Verbreitungsgebiete

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Diphtherie-Impfung

Diphtherie-Icon

Übersicht

- Grundimmunisierung routinemäßig bei Säuglingen ab dem vollendeten 2. Lebensmonat

- Auffrischung alle 10 Jahre

- Erwachsene können eine versäumte Grundimmunisierung nachholen

Weitere Informationen

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Hier finden Sie generelle Hinweise zu Ihrem Reiseziel:

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