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Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für die Planung. Je exotischer das Reiseziel, desto wichtiger ist die Vorbereitung. Das gilt besonders für Reisen mit Kindern. Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt und/oder einem Reisemediziner in Ihrer Nähe beraten, welche Reiseländer für Ihre Familie sinnvoll sind. Denken Sie bei der Buchung auch an die gesundheitlichen Bedürfnisse der Kleinen.
Kinder halten sich schwerer an Regeln als Erwachsene. Das gilt auch für allgemeine Hygieneregeln wie z.B. Händewaschen. Dadurch steigt ihr Erkrankungsrisiko. Reisedurchfälle und fiebrige Infekte bleiben meist nicht aus. Für Kleinkinder können Durchfallerkrankungen lebensbedrohlich sein, weil die Gefahr der Austrocknung viel größer ist als bei Erwachsenen. Wenn Säuglinge nicht gestillt werden, müssen Flaschen und Sauger besonders sorgfältig vor Keimen geschützt werden.
Rohe Milch und unpasteurisierte Milchprodukte können vor allem im Mittelmeerraum, in Afrika und Südamerika mit gefährlichen Erregern verseucht sein. Von einem Verzehr ist ohne vorheriges Abkochen abzuraten.
Kinder lieben Eiswürfel und Speiseeis. In vielen All-Inclusive-Clubs sind Eis und Getränke für Kinder frei zugänglich. Eltern können nicht unbedingt verhindern, dass die Kinder sich daran bedienen. Durch Impfungen können Sie Ihre Kinder gegen ernste, durch verunreinigtes Wasser übertragbare Krankheiten wie Hepatits A oder Typhus, schützen. Lassen Sie sich spätestens sechs Wochen vor Reisebeginn von einem Kinderarzt oder Reisemediziner zum Thema „Reiseimpfschutz für die ganze Familie" beraten.
Flugreisen mit Kindern sind prinzipiell unproblematisch, wenn man vom Stress durch die Enge im Flugzeug und von möglicherweise ungünstigen Reisezeiten absieht. Zeitversschiebungen, Klimawechsel und ungewohnte Speisen am Urlaubsort können den kindlichen Organismus allerdings belasten und die Infektanfälligkeit erhöhen. Von Kurztrips mit langen Flugzeiten (Interkontinentalreisen) ist bei Reisen mit Kindern eher abzuraten.
Kinderhaut ist empfindlich. Ein hoher, wasserfester Sonnenschutz sowie eine Kopfbedeckung sind daher selbstverständlich. Jeder Sonnenbrand in der Kindheit erhöht das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter!
Reisen in Malaria-Risikogebiete sind - besonders für Säuglinge und Kleinkinder - nicht empfehlenswert. Wenn sie dennoch nicht zu vermeiden sind, ist ein guter und sorgfältiger Mückenschutz für Kinder unbedingt erforderlich. Es gibt Kombinationspräparate, die Kinder gleichzeitig gegen Insekten und gegen Sonne schützen. Zusätzlich wird gegen Malaria auch bei Kindern eine medikamentöse Prophylaxe empfohlen. Die Dosierung richtet sich hier nach Alter und Gewicht.
In vielen tropischen Ländern herrscht ein hohes Tollwutrisiko. Verbieten Sie daher Ihren Kindern, jedwedes Tier anzufassen, auch wenn es noch so niedlich ist. Eine Tollwut-Erkrankung endet immer tödlich.
Ermahnen Sie Ihre Kinder, das Wasser aus Pools oder dem Meer nicht zu schlucken. Achten Sie darauf, dass sich die Kinder im Wasser - auch bei sommerlichen Temperaturen - nicht unterkühlen. Es gilt: Kleine Kinder sollten nur ca. 15 Minuten im Wasser bleiben. Auch wenn die Wassertemperatur 28-30°C erreicht hat, sollten sich die Kinder nach maximal 45 Minuten wieder aufwärmen.
Binnengewässer sind in tropischen Regionen zum Schwimmen, Spielen oder Waschen weder für Kinder noch für Erwachsene empfehlenswert, weil sie mit Krankheitserregern verseucht sein können, die Augen- , Ohren- oder Darminfektionen verursachen.
Zusätzlich zu den im Impfkalender für Kinder vorgesehenen Standardimpfungen sind für die einzelnen Reiseländer häufig noch weitere Impfungen empfohlen. Welche für Ihr Reiseziel in Frage kommen, entnehmen Sie der Länderliste.
Planen Sie alle notwendigen Impfungen rechtzeitig, damit Ihre Familie bei der Abreise ausreichend geschützt ist. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Reiseziels auf das Mindestalter für die Durchführung von Impfungen:
| Impfung | Alter |
| Cholera (Schluckimpfung) | ab 2 Jahren |
| FSME | ab 1 Jahr |
| Gelbfieber | ab 6 Monaten |
| Hepatitis A | ab 1 Jahr |
| Meningokokken C | ab 2 Monaten |
| Meningokokken A, C | ab 18 Monaten |
| Meningokokken A, C, W135, Y | keine Altersangabe, bei Kindern unter 2 Jahren ist ein Schutz gegen Meningokokken der Serogruppen C, W135 und Y nur in 60% bis 70% der Fälle zu erwarten. |
| Tollwut | keine Altersbegrenzung |
| Typhus (Schluckimpfung) | ab 1 Jahr |
| Typhus (Injektion) | ab 2 Jahren |
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